Genmais reinstes Gift – genaue Analysen

Vorsicht Genmais! So ein sch…ädliches Lebensmittel!?

Vorsicht Genmais Es rauscht im deutschen Blätterwald, wenn es um die Bewertung von genetisch veränderten Nahrungsmitteln geht, wie zum Beispiel in der Hamburger Morgenpost am letzten Freitag: Französische Wissenschaftler veröffentlichen alarmierende Ergebnisse bezüglich genetisch veränderten Mais (kurz Genmais), und schon gibt es die entsprechenden Reaktionen in z.B. “Die Welt“ und “Spiegel”.

Was war passiert? Laut „Die Welt“(1) maßen sich die französischen Forscher um Prof. Gilles-Eric Seralini an, eine „Weltpremiere“ präsentieren zu können. Denn ihnen zufolge ist ihr Forschungsprojekt die erste Langzeitbeobachtung von genetisch manipulierten Nahrungsmitteln und deren Auswirkungen auf die Gesundheit von Säugern. Und wie es aussieht, scheint der Anspruch durchaus gerechtfertigt.

Denn die Franzosen hatten 200 Ratten 2 Jahre lang beobachtet (http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0278691512005637).

Die Tiere wurden in 10 Gruppen aufgeteilt. Gruppe 1, 2 und 3 bekam Monsanto-Genmais in verschiedenen Dosierungen von 11, 22 und 33 Prozent der gesamten Ernährung. Dieser Mais war jedoch nicht mit dem Monsanto Pestizid „Roundup“ oder einem anderen Pestizid behandelt worden.

Gruppe 4, 5 und 6 bekam eine konventionelle Ernährung ohne Genmais, wurden aber mit Wasser versorgt, in dem Roundup in verschiedenen Konzentrationen enthalten war. Die niedrigste Dosierung entsprach den Konzentrationen, wie man sie im Leitungswasser nachweisen kann. Die höchsten Dosierungen entsprachen den erlaubten amerikanischen Grenzwerten für gentechnisch veränderte Nahrungsmittel.

Die Gruppen 7, 8 und 9 erhielten mit Roundup behandelten Genmais mit einem Anteil an der Gesamternährung von jeweils 11, 22 und 33 Prozent.

Die 10. Gruppe lebte am gesündesten. Als Kontrollgruppe erhielt sie konventionellen Mais und sauberes Wasser.

Schon nach 17 Monaten nach Studienbeginn zeigte sich, dass die Genmais- und Pestizid-Gruppen 5 Mal mehr tote Ratten aufwiesen als in der Kontrollgruppe. Die Weibchen erkrankten deutlich häufiger an Brustkrebs, während die Männchen signifikant häufiger Hautkrebs, Leberkrebs und Nierenkrebs-Formen aufwiesen.

Jetzt sollte man meinen, dass hier ein paar Alarmsirenen losgehen müssten. Zumindest scheint dies in Frankreich der Fall zu sein, wo der Anbau von Genmais bereits seit Mai 2012 verboten ist. Aber der Europäische Gerichtshof hatte seinerzeit befunden, dass man prinzipiell erst einmal beweisen müsse, dass Genmais und Co ein Risiko für Mensch, Tier und Umwelt sei, was dem französischen Forscherteam jetzt wohl gelungen ist. Denkt man.

Denn der „Spiegel“ kommt der leidenden Gen-Industrie und dem Europäischen Gerichtshof rettend zur Hilfe. So weiß er voller Freude von Experten zu berichten, die diese Studien aufs Heftigste kritisieren. Darum vermutet der Spiegel schon, dass die Ergebnisse als „hinfällig“ zu betrachten sind. Es ist schon bemerkenswert, wie „hinfällig“ die Spiegel-Analyse ist, die erst einmal von komplett falschen Voraussetzungen ausgeht, wenn er schreibt: „Fressen Ratten ihr Leben lang gentechnisch veränderten Mais (NK603) anstatt einer herkömmlichen Maissorte,…“ Tatsache ist, dass der Anteil an Genmais „nur“ 11, maximal 33 Prozent der gesamten Ernährung ausmachte und keine 100 Prozent, wie es der Spiegel gerne hätte. Der Hintergedanke hier ist, dass bei einer 100-prozentigen Gen-Ernährung der vielleicht sogar berechtigte Einwand kommen könnte, dass dies zur Zeit nicht der Realität entspricht. Niemand ist in der Lage, sich ausschließlich mit genetisch veränderten Nahrungsmitteln zu versorgen.

Aber da der Spiegel auch die Arbeit gelesen und sogar die methodische Vorgehensweise der Arbeit beschrieben hatte, weiß er, dass sein „lebenslanges Fressen von Genmais“ mit der Wirksamkeit der angesprochenen Studie nichts zu tun hat. Also müssen andere Geschütze her.

Von Experten und Wiederholungstätern

Prof. Seralini ist kein unbeschriebenes Blatt, wenn es um die Beurteilung von genetisch veränderten Nahrungsmitteln und Pestiziden auf die menschliche Gesundheit geht. Sein Team hatte schon vor ca. 2 Jahren eine ähnliche Arbeit durchgeführt, die aber nur über 90 Tage verlief. Dieser Beobachtungszeitraum war nach Meinung der Forscher zu kurz, um definitive Aussagen über ähnlich negative Auswirkungen zu machen, die auch in dieser Arbeit gesichtet worden waren. Die Autoren führten hier die beobachteten Herzschäden, Nierenprobelem, MilzproblemeLeberprobleme etc. auf die Genmais spezifischen Pestizide zurück, schlossen aber metabolische Einflüsse seitens der genetischen Veränderungen der Pflanzen nicht aus. Monsanto bemühte sich darauf hin zu einer genetisch modifizierten Gegendarstellung (datiert vom 16.02.2010), die den französischen Forschern unangebrachte Statistikauswertungen vorwarf, die zu keiner verlässlichen Aussage über die Schädlichkeit der Monsanto-Produkte hätten führen können. Monsanto spricht dann gleich im Nebensatz über die eigenen Befunde in Sachen Sicherheit seiner Produkte. Veröffentlichungen über diese eigenen Arbeiten scheint es aber nicht zu geben, außer halt die frohe Kunde von Monsanto selbst, dass alles sicher sei.

Eine weitere Veröffentlichung von Seralini et al. vom Oktober 2010 (Debate on GMOs health risks after statistical findings in regulatory tests.) kommt jedoch zu dem Schluss, dass „the test data and the corresponding results are kept in secret by the companies“ (Die Testdaten und die damit verbundenen Ergebnisse werden von den Firmen geheim gehalten). Die Forscher bemängeln in dieser Arbeit auch den Mangel bzw. das Fehlen von epidemiologischen Studien zu genetisch veränderten Produkten in den Herstellungsländern. In Nachsatz werfen die Autoren Monsanto & Co. Unzulänglichkeiten im Versuchsaufbau von den Arbeiten vor, die die Gen-Firmen bislang zu veröffentlichen geneigt waren.

So wie es aussieht, wenn man die Seralini´schen Aussagen hinterfragt, gibt es keine evidenzbasierten Arbeiten, die die Sicherheit und Verträglichkeit von genetisch modifizierten Nahrungsmitteln beweisen kann. Diese Forderungen werden aber sofort reflexartig an Heilkräuter und alternative Verfahren gestellt, auch und obwohl diese schon seit Jahrhunderten integraler Bestandteil von alternativen Heilverfahren sind, was man von der Gen-Pampe nicht behaupten kann. Schlimmer noch: Die Gerichte verdonnern jeden, der die Gen-Produkte verbieten will oder verboten haben will, dazu, nachzuweisen, dass sie nicht sicher sind. Man darf also laut Gerichten nicht mehr behaupten, dass bewährte Methoden und Kräuter bewährt sind; und dass gefährliche Stoffe gefährlich sind. Denn beides ruiniert die Geschäftsbasis.

Und das, was an evidenzbasierten Beweisen angeboten werden kann seitens der Herstellerfirmen, sind selbst gebackene Arbeiten, die das beweisen, was man selbst profitabel verkaufen will. Die Tatsache, dass die Arbeiten und Ergebnisse weitestgehend unter Verschluss geblieben sind, ist für mich ein evidenzbasierter Hinweis, dass die Ergebnisse dieser Arbeiten keine wissenschaftliche Grundlage haben, sondern vom Marketing der Firmen diktiert worden sind.

Soweit der kleine Ausblick in die jüngere Vergangenheit der Arbeiten von Seralini und seinen Kollegen. Seine Gegnerschaft wird auch bei der neu vorgestellten Arbeit nicht müde, die gleichen Kritikpunkte zu wiederholen: die Statistik und seine unkonventionellen Methoden lassen die Ergebnisse der Arbeit als unglaubwürdig erscheinen. Der Spiegel geht sogar so weit, dass er behauptet, dass diese statistischen Methoden es den Auswertenden erlauben, dass sie „nach Abschluss ihrer Studie eventuell so lange herumrechnen konnten, bis etwas statistisch auffällig war“. Oops! Soll das etwa heißen, dass die Monsanto-Arbeiten, die ja weitestgehend noch unter Verschluss sind, deswegen unter Verschluss sind, da deren Ergebnisse so schlecht sind, dass beim besten Willen kein Herumrechnen in der Lage ist, sie schön zurechnen?

Ein weiteres, „höchst überzeugendes“ Argument gegen die Ergebnisse dieser Arbeit ist die Beobachtung, dass die Amerikaner, die ja bekanntlich eine Menge Genzeugs in sich hineinstopfen, nicht „wie die Fliegen sterben“. Denn wenn der Genmais etc. wirklich so verheerend wirken, dann gibt es bald keine Amerikaner mehr, so die Logik. Das überzeugt! Deshalb bin ich auch dafür, dass man Zigaretten wieder zu altem Glanz und Gloria verhilft. Denn immerhin sind die Raucher auch nicht wie die Fliegen gestorben, sondern haben sich nach 20, 30 und mehr Jahren den Folgen ihres Tabakkonsums ergeben müssen.

Auch der Hinweis auf die steigende Lebenserwartung überzeugt mich nicht wirklich. Denn auch die Rauchergeneration zeigte eine steigende Lebenserwartung. Aber auch damals gab es seitens der Zigarettenindustrie massiven Widerstand gegen den Bann von Zigaretten. Die Politik spielte mit, da es sich hier um ein Milliardengeschäft handelte, ganz wie heute beim Gen-Geschäft. Auch damals bewertete die Tabakindustrie wissenschaftliche Studien, die dem Rauchen krebserzeugendes Potential zusprachen, als Unsinn und wissenschaftlich nicht haltbar (Smoking dogs: tobacco institute tries to discount cancer studies. Leider ohne Zusammenfassung, aber der Titel spricht Bände). Man sieht, der Industrie und ihren Lakaien ist kein Argument zu blöd, wenn es um die Erhaltung und Ausweitung von profitablen Geschäften geht. Dass diese Argumente (die keine sind), auch noch auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten werden, zeigt zudem, dass man seine Adressaten (nämlich uns “Ottonormalverbraucher”), für entsprechend blöd hält.

Noch nicht überzeugt?

Ein weiteres Genprodukt ist Soja. Auch darüber habe ich bereits ausführlich berichtet unter: Soja – Warum ich das lieber nicht essen würde. Ähnlich wie Genmais wurde auch Gensoja einer wissenschaftlichen Würdigung unterzogen. Diesmal waren es russische Wissenschaftler, die zu ähnlich alarmierenden Ergebnissen kamen wie ihre französischen Kollegen um Seralini.

Der russische Biologe Alexey Surov fütterte Campbell Hamster, die sich durch eine besonders schnelle Reproduktionsrate auszeichnen, 2 Jahre lang mit Monsanto Gensoja. Soja ist allerdings nicht die natürliche Nahrung von Hamstern, so wie Mais nicht auf dem Speisezettel von Kühen steht. Laut Surov ging zunächst alles gut. Aber als die 3. Generation von Hamstern mit der Gensoja gefüttert wurde, zeigten sich die alarmierenden Effekte. Diese Generation fiel durch eine langsamere Wachstumsrate auf und erreichte nur langsam die Geschlechtsreife. Außerdem war die komplette 3. Generation unfruchtbar geworden. Viele der Tiere zeigten ein ungewöhnliches Wachstum von Haaren im Inneren des Mauls, das sich in etlichen Variationen vollzog (einzelne Haare, Haarbüschel, in den Backentaschen, um die Zähne, pigmentiert und unpigmentiert usw.). Außerdem war die Geburtenrate in der Gensoja-Gruppe signifikant geringer als in der Kontrollgruppe, die kein Gensoja bekam. 25 Prozent der Hamster-Babys aus der Gen-Gruppe starben. Im Vergleich dazu waren es nur 5 Prozent in der Kontrollgruppe.

Laut Surov ist allerdings noch nicht vollkommen klar, ob es sich hier um einen Effekt handelt, der auf die Gensoja zurückzuführen ist oder auf Pestizide wie Roundup. Es spricht aber einiges für die genetische Veränderung als Ursache für diese Effekte, da die meisten Folgen erst in der 3. Generation zu beobachten waren. Wären die Pestizide die Verursacher gewesen, hätte man diese Effekte auch in der 1. und 2. Generation erwarten können.

Vom Hamster zum Schwein

Aber nicht nur die Surov´schen Labor-Hamster fielen durch Sterilität auf. Auch im praktischen Leben sind ähnliche Beobachtungen gemacht worden. Hier ein kurzer Überblick über die uns alle überzeugenden Beweise für die Unbedenklichkeit von genetisch modifizierten Nahrungsmitteln:

  • Österreichische Forscher beobachten ein Steril-werden von mit Monsantos „Frankenstein-Mais (Frankencorn)“ gefütterten Mäusen in der 4. Generation.
  • Etliche Berichte von Bauern in den USA, die genetisch verändertes Futter einsetzen und nun über unfruchtbare Schweine und Kühe klagen.
  • Tausende von toten Schafen, Büffeln und Ziegen in Indien, nachdem die Tiere Genbaumwolle gefressen hatten.
  • Nachkommen von Ratten, die Gensoja gefressen hatten, waren innerhalb von 3 Wochen tot und deutlich kleiner als normal gefütterte Tiere.
  • Gekochte Gensoja hat bis zu 7 Mal mehr Allergene als normale Soja.
  • Beobachtungen von organischen Veränderungen, veränderten Leber- und Pankreaszellen und Veränderungen von Enzymen.
  • Genmais im Verdacht, die Ursache zu sein für Übergewicht und Organversagen beim Menschen (Monsanto’s GMO Corn Contributing to Weight Gain, Disrupts Organs).

Selbst wenn nur die Hälfte davon stimmt: wie kann man dann noch behaupten, dass die genetisch veränderten Nahrungsmittel für den menschlichen und tierischen Verzehr geeignet sind und keinen Unterschied zu den natürlichen Vorgängern zeigen?

Fazit

Genmais, Gensoja und Zigaretten werden von den Herstellerfirmen mit allen Mitteln verteidigt, damals wie heute. Die Geschichte wiederholt sich – wieder einmal. Gesunde Alternativen sind in diesem chemischen Gruselkabinett fehl am Platz. Und die, die sie propagieren, werden eines Tages genetisch so modifiziert werden, dass auch sie das hohe Lied vom Monster-Mais und der Zombie-Soja singen, mit Haaren auf den Zähnen. Wenn das kein wunderbarer technischer Fortschritt ist.

(1) welt.de/gesundheit/article109325059/Mit-Genmais-gefuetterte-Ratten-sterben-viel-frueher.html
Quelle: http://renegraeber.de/blog/vorsicht-genmais/

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