Vorsicht mit Plastikschuhen im Sommer

Bericht: Gefährlicher Chemie-Cocktail in Plastik-Clogs

giftstoffe-clogs

Sie sind beliebte Sommerschuhe und werden vor allem barfuß getragen. Doch die bunten Plastik-Clogs enthalten hochgradig krebserregende Stoffe oder Chemikalien, die die Haut reizen und Allergien auslösen können. Das hat ein Test des WDR ergeben, der den Verbrauchern einen wichtigen Tipp gibt.

Im Sommer haben sie Hochkonjunktur: bunte Plastik-Clogs. Ob im Garten, am Strand oder gar auf der Straße – viele Deutsche tragen sie, nur allzu gern barfuß. Wie gefährlich das werden kann, fand jetzt eine Analyse des Westdeutschen Rundfunks (WDR) heraus.

Eine Stichprobe von zehn Clogs aller Preisklassen wurde im Labor untersucht. Das Ergebnis: In den Plastikschuhen stecken teils gefährliche Chemikalien, die über die Haut aufgenommen werden können. Einige davon sind sogar krebserregend.

Grenzwert für krebserregende Stoffe überschritten

Der Sender hebt dabei besonders sogenannte Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) hervor, die in sechs der zehn getesteten Schuhe nachgewiesen wurden. Einen gesetzlich festgelegten Grenzwert gibt es für diese Stoffe nicht. Doch der vom Umwelt-bundesamt vorgeschlagene Grenzwert wurde laut WDR im Test deutlich überschritten.

Auch bedenkliche Lösungsmittel seien in sechs von zehn Paaren festgestellt worden. Sie können Allergien auslösen. Unter anderem waren Schuhe der Originalmarke Crocs damit versetzt. Nicht gefährlich für die Haut, aber bei der Entsorgung der Schuhe ein Problem sind Schwermetalle, die in sieben Paaren steckten. Sie belasten die Umwelt.

Nicht ohne Socken in Plastik-Clogs schlüpfen

Verbrauchern, die auf die Plastik-Clogs nicht verzichten wollen, rät der WDR, unbedingt Socken zu tragen, auch bei hohen Temperaturen. Denn wer will schon ohne jeglichen Schutz in einem Chemiecocktail herumlaufen.

Die Marke Crocs machte mit den bunten Sommerschuhen Anfang 2013 40 Prozent seines Umsatzes. Ob die WDR-Studie diesen empfindlich stören wird, bleibt abzuwarten. Immerhin konnten in den Exemplaren des Originals keine PAK festgestellt werden.

Noch eine andere gesunde Variante ist das “Tragen” von Barfüßen…

Quelle: news.de vom 30.07.2013

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Ich halte diesen Beitrag für leicht überzogen und unnötig angstmachend, als ob wir nicht viel größere andere Sorgen hätten. Wahr ist, dass über die Haut einiges aufgenommen werden kann, doch dazu müssen verschiedene Voraussetzungen gegeben sein. Die Haut muss durchschwitzt sein oder wunde Stellen aufweisen. Was in dem Beitrag nicht erwähnt wird ist, dass der Weichmacher (das ist auch ein synthetisches Hormon) Bisphenol A meist im Plastik enthalten ist. Vor allem in den Plastikflaschen der Getränkeindustrie und nicht nur dort!!! lesen Sie bitte dazu diesen Beitrag: Bisphenol A – wirkt wie Östrogen – in Kanada verbietet giftige Babyflaschen

noch mehr dazu unter:  https://giftfrei.wordpress.com/category/industriechemikalien/bisphenol-a/

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Was ich vermisse ist eine breite Berichterstattung von Farben – Die wunderschönen Farben der Modeindustrie können mitunter sehr giftig sein!

Hier zwei der wenigen Berichte dazu:

http://www.welt.de/gesundheit/article13673320/Gefaehrlicher-Chemikalien-Cocktail-in-Textilien.html

http://web.de/magazine/gesundheit/krankheiten/16685728-giftig-kleidung.html

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PAKs müssen differenziert betrachtet werden, denn es kommt darauf an wie sich die Stoffe bei der Verbrennung aufspalten und was verbrannt wird…  Zur näheren Aufklärung der PAKs, welche zu den wahrlich giftigsten Chemikalien gehören können und ähnlich giftig wie Dioxin und BCPs sein können – lesen Sie daher folgende Beiträge:

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Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

PAK

Wo immer der Mensch organisches Material verbrennt, sei es beim Rauchen, beim Autofahren oder sogar beim Grillieren, können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen. Aber auch bei der Erdölfraktionierung fallen PAK als unerwünschte Nebenprodukte an und gelangen schliesslich in die Umwelt. Einige PAK sind krebserregend. Die Reduktion der PAK auf ein technisch unvermeidliches Minimum wird durch verschiedene Gesetze vorgeschrieben. Die unumgängliche Restbelastung stellt für den Menschen keine Gesundheitsgefahr dar. weiterlesen unter: http://www.bag.admin.ch/themen/chemikalien/00228/05582/index.html?lang=de

Agroscope – PAK in Pflanzenkohle: Nicht den Teufel mit dem Beelzebub austreiben!  externer Link
PAK in Pflanzenkohle: Nicht den Teufel mit dem Beelzebub austreiben! PAK in Pflanzenkohle: Nicht den Teufel mit dem Beelzebub austreiben! Bucheli T. , Hilber I., Schmidt H.-P. compostmagazine. 2, 2012, 10 Sprachen: deutsch Signatur: ART 2012-502 Ende Inha
http://www.agroscope.admin.ch/publikationen/einzelpublikation/index.html?aid=31140&lang…
Agroscope – PAK  externer Link
PAK Publikationen zu „PAK“ Polyzyklisch aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK genannt, bilden eine Gruppe von etwa 250 Verbindungen, die durch unvollständige Verbrennung fossiler Brennstoffe und organischer Materie entsteht. So kommen sie über die Lu
http://www.agroscope.admin.ch/ernaehrung/01082/01110/01113/index.html?lang=de
BAFU – Publikationen – Dioxin- und PAK-Emissionen der privaten Abfallverbrennung
Literaturstudie und Situationsanalyse
/publikationen/publikation/00265/index.html
12.5460 – Moratorium für die Verwendung von stark PAK-haltigem Ausbauasphalt auf Feld- und …  externer Link
Suche Suche Erweiterte Suche Organe und Mitglieder Wissen Wahlen und Abstimmungen Service und Presse Sessionen Zum Inhalt Curia Vista – Geschäftsdatenbank 12.5460 – Fragestunde. Frage Moratorium für die Verwendung von stark PAK-haltigem Ausbauasphalt
http://www.parlament.ch/D/Suche/Seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20125460
Agroscope – Publikationen zu „PAK“  externer Link
Publikationen zu „PAK“ Nur Publikationen in Deutsch anzeigen Sortieren nach Titel Sortieren nach Datum Bosset, J.O., Bütikofer, U. , Dafflon, O., Koch, H., Scheurer, L., Sieber, R. Teneur en hydrocarbures aromatiques polycycliques de fromages avec et san
http://www.agroscope.admin.ch/ernaehrung/01082/01110/01113/03713/index.html?lang=de

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Sehen Sie im folgenden Wikipedia-Beitrag in welchen Gruppen PAKs auftreten – klicken Sie auf – z.B. Naphtalin und Sie werden sehen, dass diese Stoffe sehr giftig sind!

Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe

Wechseln zu: Navigation, Suche

Naphthalin, der einfachste PAK

Biphenyl, kein PAK

Fluoren, ein PAK, da das Ringsystem kondensiert ist

Phenalen, ein PAK mit einem cyclischen, ungesättigten Rest

Superphenalen, ein PAK mit 96 delokalisierten Elektronen[1]

Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (fachsprachlich; standardsprachlich polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK oder engl. PAH = Polycyclic Aromatic Hydrocarbons) bilden eine Stoffgruppe von organischen Verbindungen, die aus mindestens zwei verbundenen aromatischen Ringsystemen bestehen, die stets in einer Ebene liegen. Der einfachste PAK ist Naphthalin, bei dem zwei Benzolringe über eine gemeinsame Bindung anelliert sind, man spricht hier auch von kondensierten Ringsystemen. Fluoren ist ebenfalls ein PAK, da beide Ringe durch die zusätzliche Methyleneinheit starr miteinander verbunden sind. Kein PAK ist Biphenyl, hier sind die beiden Benzolringe nicht anelliert.

Diese ringförmigen Kohlenwasserstoffe können zusätzlich Substituenten (häufig Methylgruppen) tragen. In einer erweiterten Bezeichnung werden auch Derivate mit Heteroatomen (vorrangig Sauerstoff und Stickstoff) in Form von Aldehyd-, Keto-, Carboxy- und Nitrogruppen, aber auch Heteroaromaten zu den PAK gezählt.[2] Dadurch ergibt sich ein großer Variantenreichtum innerhalb der PAK; mehrere hundert Verbindungen sind bekannt.

weiterlesen unter:  http://de.wikipedia.org/wiki/Polycyclische_aromatische_Kohlenwasserstoffe

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Was ich außerdem vermisse, ist die Exekutierung der Einhaltung von ratifizierten Verboten – man setzt sich darüber hinweg – als gäbe es diese nicht!!!

Stockholmer Abkommen vom 22.5.2001 – ratifiziert Mai 2004

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2 Antworten so far »

  1. 2

    […] mehr dazu: Bisphenol A: Verbot nicht ausreichend – Bisphenol A lässt Zähne bröseln – Bisphenol A – wirkt wie Östrogen – in Kanada verbietet giftige Babyflaschen – Vorsicht mit Plastikschuhen im Sommer […]


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