Demenzrisiko durch Blutverdünner Warfarin und Marcumar erhöht

Wer hätte das vermutet?

Die gängigen Blutverdünner Warfarin und Marcumar erhöhen Risiko für Demenz

Der Blutverdünner Warfarin kann offenbar das Risiko für Demenz erhöhen.

© BR

Blutverdünner gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten. Besonders nach Operationen, bei Herzrhythmusstörungen oder allgemein zur Thromboseprophylaxe werden die sog. Antikoagulanzien oder Gerinnungshemmer eingesetzt. Viele Menschen nehmen die Arzneimittel jahrzehntelang. Jetzt hat sich gezeigt, dass die Blutverdünner das Risiko für die Entstehung einer Demenz erhöhen, man also mit höherer Wahrscheinlichkeit dement wird, wenn man langfristig Blutverdünner einnimmt.

Der Boom mit den Blutverdünnern

Vorhofflimmern gehört zu den Herzrhythmusstörungen und ist – besonders in der älteren Bevölkerung – eine recht verbreitete Erkrankung. Das Herz schlägt dabei unregelmässig und ungewöhnlich schnell. Müdigkeit, Schwindel und Kurzatmigkeit sind die Folgen.

Der Absatz von Blutverdünnern boomt daher. Denn bei unbehandeltem Vorhofflimmern könnte es zu einer Thrombembolie kommen, einer Komplikation, bei der sich kleine Blutgerinnsel in den Vorhöfen des Herzens lösen, anschliessend Blutgefässe verstopfen und so zu einem Schlaganfall führen. Das Risiko für einen Schlaganfall steigt bei Vorhofflimmern gar auf das Fünffache.

Es heisst folglich, dass Blutverdünner unzählige Leben gerettet hätten.

Blutverdünner und das Demenzrisiko

Jetzt zeigte sich in Untersuchungen, dass Blutverdünner auch eine bislang unbekannte Gefahr bergen: Sie können bei Patienten zu Demenz führen.

Ganz konkret ging es dabei um Warfarin, dem in den USA bevorzugt eingesetzten Blutverdünner. In Europa hingegen wird eher Marcumar verordnet. Beide Medikamente gehören jedoch zur selben Arzneimittelgruppe und arbeiten nach demselben Wirkmechanismus.

Schätzungsweise 20 Millionen US-Amerikaner nehmen derzeit Warfarin. Doch kann es – genau wie andere Blutverdünner – zu kleinsten Blutungen im Gehirn führen, die wiederum im Laufe der Zeit negative Auswirkungen auf die Hirnfunktionen haben können und so eine Demenz begünstigen.

Demenz besonders bei Warfarin-Patienten mit Vorhofflimmern

Beim 37. Treffen der Heart Rhythm Society wurden Studienergebnisse präsentiert, die aus Daten von mehr als 10.000 Patienten entstanden waren. Jeder dieser Patienten war ein Langzeitnutzer von Warfarin. Einige nahmen das Medikament infolge eines Vorhofflimmerns, andere aufgrund von Herzklappenfehlern und wieder andere, um Thrombembolien zu verhindern. Niemand hatte zunächst eine Demenz gehabt.

weiterlesen:  https://de.sott.net/article/24028-Die-gangigen-Blutverdunner-Warfarin-und-Marcumar-erhohen-Risiko-fur-Demenz

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