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Toxizitätsäquvalente = TEQ – WHO TEQ – I-TEF

Was sind TOXIZITÄTSÄQUIVALENTE?

Toxizitätäquvalent = TEQ = WHO TEQ,  TEF oder I-TEF

Insgesamt 210 Dioxine

Dioxine gehören zur Gruppe der halogenierten aromatischen Kohlenwasserstoffe und werden dort den polychlorierten Dibenzodioxinen und den polychlorierten Dibenzofuranen zugeordnet. Zu den chemischen Verbindungen vom Dioxintyp gehören 75 polychlorierte Dioxine (PCDD) und 135 Furane (PCDF).

http://www.enius.de/schadstoffe/dioxine_furane.html

Dioxinähnliche PCBs – kommen ebenfalls in einer großen Anzahl und in verschiedenen Untergruppierungen vor

http://www.enius.de/schadstoffe/pcb.html

Da es eine große Anzahl von Dioxinen – Dioxin Furanen und PCBs mit unterschiedlicher Giftigkeit gibt, wurde ein Toxizitätsäquivalent geschaffen mit dem die Gesamtgiftigkeit analysierter Stoffe dieser Gruppe und einer Probe berechnet werden kann. Das giftigste Dioxin wurde durch den Seveso Vorfall bekannt und wird allgemein auch mit Seveso Gift bezeichnet – dieses ist das „2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin – 2,3,7,8-TCDD oder nur TCDD“. Der Grundwert des giftigsten Dioxins 2,3,7,8,TCDD wird mit einem TEQ oder TEF mit der Zahl/Wert 1 angegeben. Das Dioxin das nur halb so giftig wie dieses ist, wird daher mit 0,5 angegeben u.s.w… siehe Tabelle vom Umweltbundesamt. Der Gesamt-TEQ, das heißt die gemeinsame Giftigkeit ergibt sich aus der Berechnung aller analysieren  Dioxine aufgrund der Mengenangabe pro Kilogramm Trockenmasse (TM) wenn es sich um Staub oder eine sonstige trockene Probe handelt.   Beispiel 700µg (Mikrogramm) pro kg/TM (Trockenmasse)

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Stockholmer Übereinkommen vom 22. Mai 2001 über persistente organische Schadstoffe (POP-Konvention) (mit Anlagen) – ratifiziert im Mai 2004
http://www.admin.ch/ch/d/sr/c0_814_03.html
http://www.admin.ch/ch/d/gg/cr/2002/20021480.html

Das schmutzige Dutzend: http://www.bafu.admin.ch/dokumentation/fokus/00139/01363/index.html?lang=de

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http://www.umweltbundesamt.de/chemikalien/dioxine.htm#2

Internationale toxische Äquivalenzfaktoren nach NATO-CCMS (I-TEF 1988) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO-TEF, 1998 und 2005)

Polychlorierte Dibenzodioxine (PCDD) I-TEF WHO-TEF 1998 WHO-TEF 2005
2,3,7,8-TCDD 1 1 1
1,2,3,7,8-PeCDD 0,5 1 1
1,2,3,4,7,8-HxCDD 0,1 0,1 0,1
1,2,3,6,7,8-HxCDD 0,1 0,1 0,1
1,2,3,7,8,9-HxCDD 0,1 0,1 0,1
1,2,3,4,6,7,8-HpCDD 0,01 0,01 0,01
OCDD 0,001 0,0001 0,0003
Polychlorierte Dibenzofurane (PCDF) I-TEF WHO-TEF 1998 WHO-TEF 2005
2,3,7,8-TCDF 0,1 0,1 0,1
1,2,3,7,8-PeCDF 0,05 0,05 0,03
2,3,4,7,8-PeCDF 0,5 0,5 0,3
1,2,3,4,7,8-HxCDF 0,1 0,1 0,1
1,2,3,6,7,8-HxCDF 0,1 0,1 0,1
1,2,3,7,8,9-HxCDF 0,1 0,1 0,1
2,3,4,6,7,8-HxCDF 0,1 0,1 0,1
1,2,3,4,6,7,8-HpCDF 0,01 0,01 0,01
1,2,3,4,7,8,9-HpCDF 0,01 0,01 0,01
OCDF 0,001 0,0001 0,0003
Polychlorierte Biphenyle WHO-TEF 1998 WHO-TEF 2005
Non ortho PCB
PCB 77 0,0001 0,0001
PCB 81 0,0001 0,0003
PCB 126 0,1 0,1
PCB 169 0,01 0,03
Mono ortho PCB
PCB 105 0,0001 0,00003
PCB 114 0,0005 0,00003
PCB 118 0,0001 0,00003
PCB 123 0,0001 0,00003
PCB 156 0,0005 0,00003
PCB 157 0,0005 0,00003
PCB 167 0,00001 0,00003
PCB 189 0,0001 0,00003

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Dioxin – Seveso Gift = 2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin

Dioxine gehören zur Gruppe der halogenierten aromatischen Kohlenwasserstoffe und werden dort den polychlorierten Dibenzodioxinen und den polychlorierten Dibenzofuranen zugeordnet. Zu den chemischen Verbindungen vom Dioxintyp gehören 75 polychlorierte Dioxine (PCDD) und 135 Furane (PCDF).

Dioxine und Furane –  PCBs

PCB und Dioxine in der Universität Tübingen

http://www.tat.physik.uni-tuebingen.de/~pcb-info/

Was sind TOXIZITÄTSÄQUIVALENTE?

http://www.umweltbundesamt.de/chemikalien/dioxine.htm#2

Dioxinvergiftung

http://www.toxcenter.de/artikel/GVE8NG.php

Dioxine und Furane

http://www.enius.de/schadstoffe/dioxine_furane.html

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5. 9. 2004 Viktor Juschtschenkos Dioxinvergiftung

Viktor Juschtschenko: Tagebuch einer Dioxin-Vergiftung
29. Oktober 2009

5. September 2004

Dioxinvergiftung Juschtschenkos

Der russische Geheimdienst kennt Dioxin als Chemiewaffe sehr gut. Dioxin ist eine der gefährlichsten Chemikalien und kann leicht in jedes Essen heimlich gemischt werden.

Die tödliche/letale Dosis 50% entspricht bei der Ratte mit LD50 25-60 Mikrogramm pro Kilogramm.

Anfangssymptom ist eine „Chlorakne“ im Gesicht mit Anschwellen und Haarbalgvereiterung mit starker Pigmentierung. So etwas verursachen keine Viren.

Dann folgt eine Leberschwellung mit Leberwerten, eine Porphyrinurie (http://www.textlog.de/29758.html) , Erbrechen, Durchfälle und blutiger Urin. Psychisch folgt eine Depression mit Selbstmordneigung und „Änderung der Persönlichkeit“. Frauen bekommen missgebildete Kinder. Krebs ist dann die Spätfolge. Männer werden unfruchtbar

Wir kennen die Dioxinvergiftung sehr gut durch die etwa 40 000 mit dioxinverseuchtem Pentachlorphenol und Lindan gestrichenen Häusern und Wohnungen sowie bei Anliegern von Müllverbrennungsanlagen, die früher ohne Filter arbeiteten.

In Abbruchsstaub von Häuser, speziell Kaminen befinden sich erhebliche Mengen von Dioxin – VORSICHT – Bauarbeiter dürfen nicht ohne Schutzkleidung, Atemschutz derartige Abbrucharbeiten durchführen!

20 000 Vietnamesen klagten gegen die Firma Dow Chemical, die für Vietnam das dioxinverseuchte Agent Orange geliefert hatten.

Von den vielen Verbindungen ist das „Seveso-Gift“ 2,3,7,8-TCDD das am besten untersuchte.

Der Nachweis im Körperfett oder im Blutfett ist entscheidend (s.Aktuell 45).

Die Behandlung beginnt – wie immer – mit einer Suche nach dem Verursacher und seiner Ausschaltung.

Dann folgt eine jahrelange Unterbrechung des enterohepatischen Gift- Kreislaufs mit Medizinalkohle und Paraffinöl.

LINKS:

http://www.toxcenter.de/artikel/GVE8NG.php

Viktor Juschtschenko chirurgisch wiederhergestelltes Gesicht:

http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/dioxin_vergiftung_juschtschenko_1.3280329.html

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